Systolischer & diastolischer Blutdruck: Der Unterschied

Systolischer & diastolischer Blutdruck: Der UnterschiedBei der Angabe des Blutdruckes werfen der Arzt oder die Krankenschwester meist mit zwei Werten um sich. Dabei handelt es sich zum einen um den oberen, zum anderen um den unteren Blutdruckwert. Ein Beispiel dafür lautet „Der Blutdruck liegt bei 120 zu 80 mmHg„. Der Laie kann mit diesen Werten jedoch normalerweise nichts anfangen und hat große Fragezeichen in den Augen. Dennoch lässt er die Untersuchung über sich ergehen und hofft, dass alles in Ordnung ist.

Diesen Missstand möchten wir mithilfe dieses Artikels beseitigen: Wir erklären Ihnen den Unterschied zwischen dem oberen und dem unteren bzw. dem systolischen und dem diastolischen Blutdruckwert. Was bedeuteten diese Werte und was passiert währenddessen im Körper?

systolischer und diastolischer

Funktionsweise des Herzens

Wie Sie wissen, wird das Blut nicht gleichmäßig wie bei einem Wasserhahn durch den Organismus gepumpt, sondern stoßartig. Diese Stöße werden durch den Herzmuskel bewerkstelligt und sind notwendig, um den Körper mit genügend Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Ein Stoß bedeutet einen Herzschlag. Grundsätzlich unterscheidet man beim Herzschlag die Phase der Systole und die Phase der Diastole.

Der systolische Blutdruckwert

Wenn sich die linke Herzkammer zusammenzieht, wird das Blut vom Herzen durch die Hauptschlagader (Aorta) gepumpt. Hierbei handelt es sich um die Phase der Systole. Während dieses Vorgangs kommt es zum aktuellen Maximalwert des Blutdrucks, da der Herzmuskel das Blut mit aller Kraft durch das Blutgefäßsystem pumpt, damit dieses auch wirklich jeden Winkel des Körpers erreicht. Wenn man vom Maximalwert spricht, dann meint man den oberen bzw. systolischen Blutdruck. Der Begriff Systole stammt übrigens aus dem Griechischen und kann mit „das Zusammenziehen“ übersetzt werden.

Der diastolische Blutdruckwert

Nach der Systole entspannt sich die Herzkammer wieder, damit neues Blut in sie hineinfließen kann. Zu diesem Zeitpunkt ist der Druck auf die Hauptschlagader am geringsten, da sich das Herz auf den nächsten Herzschlag vorbereitet. Diese Phase des Herzschlages wird als Diastole bezeichnet. Der zugehörige Blutdruckwert, der den Minimalwert angibt, nennt sich unterer bzw. diastolischer Blutdruck.

Fazit: Systolischer und diastolischer Blutdruck

Kombiniert man den systolischen und den diastolischen Blutdruckwert, dann ergibt sich ein Wert wie 120 zu 80 mmHg. Dieser beschreibt den höchsten und den niedrigsten Blutdruckwert während eines Herzschlages. Die Abkürzung mmHg steht dabei für die Maßeinheit Millimeter-Quecksilbersäule bzw. Torr.