Blutdrucktabelle: Grenzwerte & persönliche Blutdrucktabelle

Blutdrucktabelle: Grenzwerte & persönliche BlutdrucktabelleBei der kontinuierlichen Kontrolle des Blutdruckes ist die sogenannte Blutdrucktabelle ein unerlässliches Werkzeug. Darunter versteht man grundsätzlich zwei verschiedene Instrumente: Zum einen eine Tabelle, die die Grenzwerte für die verschiedenen Schweregrade von Bluthochdruck darstellt, zum anderen eine persönliche Blutdrucktabelle, in der man die gemessenen Werte einträgt. Beide Arten von Tabellen sind wichtige Werkzeuge bei der gewissenhaften Behandlung von Bluthochdruck.

In diesem Artikel möchten wir auf beide Formen der Blutdrucktabelle eingehen und diese ausführlich erklären. Was muss man über Grenzwerte bei Bluthochdruck wissen und wie fertigt man eine persönliche Blutdrucktabelle an?

Grenzwerte und Schweregrade

Aus der folgenden Tabelle können Sie die verschiedenen Grenzwerte und Schweregrade entnehmen, die bei Bluthochdruck eine Rolle spielen. Werte, die unter 120 zu 80 mmHg liegen, gelten als Optimalbereich. Werte unter 140 zu 90 mmHg liegen hingegen nur noch im Normalbereich. Alles was darüber liegt, wird als Bluthochdruck klassifiziert.

Doch Achtung: Werte, die im hohen Normalbereich liegen, liegen zwar rein theoretisch immer noch im Normalbereich, dennoch sollte man die Werte fortan unter Beobachtung halten. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (zum Beispiel Herzinfarkt) ist nämlich trotz Normalbereich in solchen Fällen bereits erhöht.

Klassifizierung Systolisch (mmHg) Diastolisch (mmHg)
Optimaler Bereich kleiner als 120 kleiner als 80
Normaler Bereich 120 bis 129 80 bis 84
Hoher, normaler Bereich 130 bis 139 85 bis 89
Leichte Hypertonie (Grad 1) 140 bis 159 90 bis 99
Mittelschwere Hypertonie (Grad 2) 160 bis 179 100 bis 109
Schwere Hypertonie (Grad 3) größer oder gleich 180 größer oder gleich 110
Isolierte, systolische Hypertonie größer oder gleich 140 kleiner als 90

Sonderfall: Kinder und Jugendliche

Bei Kindern und Jugendlichen hängen Blutdruck und Gewicht sehr stark mit dem Alter und der Größe zusammen – schließlich kann sich der Organismus zu keinem Zeitpunkt an diese Gegebenheiten gewöhnen – das ist erst der Fall, wenn man ausgewachsen ist. Da sämtliche Werte bei Heranwachsenden ständig variieren, kann die Blutdrucktabelle, die die Grenzwerte enthält, nicht auf Kinder und Jugendliche angewendet werden.

Zwar gibt es spezielle Blutdrucktabellen für Kinder und Jugendliche, jedoch werden diese aktuell stark diskutiert. Wir möchten diese deshalb an dieser Stelle nicht wiedergeben. Wenn es um Bluthochdruck bei Kindern und Jugendlichen geht, sollte aus diesem Grund immer ein Arzt aufgesucht werden, der sich mit Blutdruck bei Minderjährigen auskennt.

Bluthochdruck und das Alter

Grundsätzlich kann man sagen: Je älter ein Mensch wird, desto weiter steigt sein Blutdruck an. Das hängt damit zusammen, dass die Elastizität der Gefäße mit dem Alter abnimmt. Es ist daher nur logisch, dass die Normalbereiche des Blutdrucks im gehobenen Alter höher sind. Jedoch sollte man dieses Phänomen nicht als generelle Ausrede dafür nehmen, im Alter unter Bluthochdruck leiden zu „dürfen„. Denn: Auch – oder vor allem speziell – im hohen Alter kann Bluthochdruck lebensgefährlich werden. Selbst Senioren sind noch nicht zu alt, um ihre Lebensgewohnheiten umzustellen.

Persönliche Blutdrucktabelle anfertigen

Bei der Messung des Blutdrucks macht es keinen Sinn, eine einmalige Messung durchzuführen und seinen gesamten gesundheitlichen Status von dieser Messung abzuleiten. Es ist daher sinnvoll, eine persönliche Blutdrucktabelle anzufertigen, in der man die gemessenen Werte einträgt – idealerweise mit Datum, Uhrzeit und Besonderheiten (beispielsweise, wenn man sich kurz zuvor aufgeregt hat).

Mithilfe einer solchen Blutdrucktabelle können deutlich einfacher Rückschlüsse auf den Blutdruck gezogen werden. Sie dient der eigenen Kontrolle, kann aber auch dem Arzt präsentiert werden – er wird die Tabelle normalerweise dankbar annehmen. Außerdem lassen sich anhand einer solchen Tabelle Trends beobachten. Steigt der Blutdruck mit der Zeit oder sinkt er eher ab?

Sinnvollerweise enthält eine persönliche Blutdrucktabelle die folgenden Spalten:

  • Datum
  • Uhrzeit
  • Systolischer Wert
  • Diastolischer Wert
  • Puls
  • Bemerkungen